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Sommerzeit ist Diebstahlzeit! Das mag auch kaum verwundern, schließlich tun die Bürger so einiges, um der Hitze Einhalt zu gebieten. Da werden Fenster- und Terrassentüren offen gelassen, damit eine frische Brise in die Wohnung zu lassen. Oder man befindet sich gleich fürs Grillen im Garten, während man die Veranda-Türe offen lässt.

Zwar findet der Großteil der Einbrüche tatsächlich zwischen Oktober und März statt, berichtet die Polizei, also im Herbst und Winter. Aber auch im Sommer sind die Gefahren ungebrochen hoch: Gerade in der Urlaubszeit würden die Wohnungseinbrüche zunehmen. Neben angekippten Fenstern sind dabei auch offene Terrassentüren ein Risiko, das Diebe anlockt.

Dabei lassen sich die Täter selbst davon nicht abschrecken, dass es im Sommer abends länger hell ist. Entgegen dem Klischee schlagen viele Diebe nicht nur im Schutze der Dunkelheit zu. Fast die Hälfte der Einbrüche (41 Prozent) findet tagsüber zwischen 06:00 und 21:00 Uhr statt, so verrät die Polizeiliche Kriminalstatistik. Dabei haben es die Übeltäter vor allem auf Schmuck, Geld und Wertgegenstände abgesehen.

Sicher in den Urlaub

Ein Ziel für Einbrecher stellt das Eigenheim zum Beispiel dann dar, wenn es in der Urlaubszeit unbewohnt ist. Hier können schon kleine Tricks einen besseren Schutz gewähren. Grundsätzlich sollte man alles entfernen, was Einbrecher für einen Einstieg ins Haus nutzen könnten. Also Leitern, Mülltonnen oder Gartenmöbel besser in die Garage oder ins Haus stellen. Auch hohes Gras ist ein Zeichen, dass der Hausbesitzer verreist ist. Besser vorher den Rasen noch einmal mähen oder sogar in Zeiten der Abwesenheit mähen lassen. Schuppen und Keller sollten vor der Abreise gut verschlossen werden.

Darüber hinaus kann man die Einbrecher täuschen – indem der Verreisende den Eindruck erweckt, es sei jemand im Haus. Wenn Freunde oder Bekannte regelmäßig den Briefkasten leeren, so hat der Einbrecher kein Indiz für die Abwesenheit. Auch Lichter und Rollläden lassen sich mittlerweile per Haushalttechnik so fernsteuern, dass der Eindruck entsteht, es sei jemand da. Zum Beispiel, wenn das Licht in einem bestimmten Abstand eingeschaltet oder Rollläden hoch- und runtergelassen werden.

Auch Sicherheitstechnik kann einen Beitrag dazu leisten, dass Langfinger abgeschreckt werden. Laut Polizei ist es ein Irrtum, dass Alarm- und Lichtanlagen Einbrecher erst anlocken würden. Im Gegenteil: Je größer die Chance erwischt zu werden, desto eher lassen die Kriminellen ihre Finger von einer Wohnung. Schon ein Bewegungsmelder, der eine Rundumbeleuchtung im Einfamilienhaus in Gang setzt, kann einen Einbruch unter Umständen verhindern. Schließlich stehen die Übeltäter ungern im Rampenlicht. Wer einen guten Draht zu seinen Nachbarn hat, sollte sie vor der Abreise informieren, dass man verreist – und bitten, ein bisschen mit aufzupassen.

Sicher am Strand

Auch der Strand ist ein beliebtes Terrain für Diebe – Wissen sie doch, dass sich die Badegäste gern länger im Wasser aufhalten oder beim Federball Taschen unbeobachtet lassen. Auch hier sollte man vorsorgen: Zum Beispiel, indem man Wertgegenstände, Schmuck und größere Geldbeträge gleich gar nicht mitnimmt zum Baden. Bargeld und wichtige Dokumente sollte man in einer Brusttasche bei sich tragen. Und wer verdächtige Verhaltensweisen von anderen Gästen beobachtet, sollte sich nicht scheuen dies dem Badepersonal zu melden. Denn Diebe spionieren ihre Opfer häufig längere Zeit aus, bevor sie tätig werden.

08.08.2017

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