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Die Betriebsunterbrechung ist eine Gefahr, die von vielen Firmen noch immer unterschätzt wird. Dabei gehen die Schäden für die deutsche Wirtschaft in die Milliarden. Mit den richtigen Versicherungen kann man sich schützen.

Eine aktuelle Umfrage unter den Risikomanagern deutscher Firmen zeigt: Die Betriebsunterbrechung ist jenes Risiko, welches die deutsche Wirtschaft am meisten fürchtet. Demnach nennt mehr als jeder zweite deutsche Manager (55 Prozent) auf die Frage, was die wichtigsten Geschäftsrisiken in Deutschland seien. Schon an zweiter Stelle folgen Cyber-Risiken, die ebenfalls von mehr als jeden zweiten Manager (51 Prozent) genannt werden.

Wer jetzt fragt: „Betriebsunterbrechung? Was genau verbirgt sich dahinter?“, steht möglicherweise nicht alleine da. Denn noch immer ist dies ein Risiko, dem gerade kleine Firmen wenig Beachtung schenken. Gemeint ist hiermit, dass die Produktion oder der Verkauf eines Produktes auf unbestimmte Zeit stillsteht. Ursache können etwa Unterbrechungen der Lieferkette sein, aber auch andere Ursachen wie schwere Unwetter, Feuer, technische Defekte – oder eben Cyber-Angriffe.

Hohe Folgekosten

Die Kosten einer Betriebsunterbrechung können immens sein. Denn nicht nur die direkten Folgen müssen eingeplant werden, nämlich dass die Produkte nicht hergestellt werden können. Auch die Folgekosten sind immens. Wenn Waren nicht rechtzeitig geliefert werden, geht das oft mit Schadensersatz-Forderungen der Kunden einher.

Auch muss unter Umständen eine Art Krisenkommando eingerichtet werden, dass die Kommunikation mit den Kunden übernimmt und verhindert, dass der Ruf der Firma leidet. Zu bedenken ist darüber hinaus, dass die Mitarbeiter weiter bezahlt werden müssen – und auch die laufenden Kosten weiter zu bedienen sind. Wenn technische Mängel die Ursache für den Stopp sind, kann es auch teuer werden, sollten Experten überhaupt erst einmal mit der Suche nach der Ursache und Reparatur beauftragt werden müssen.

In Zeiten der Digitalisierung drohen aber sogar hohe Schadenssummen, ohne dass etwas kaputt gehen muss. Fällt zum Beispiel eine Cloud aus und die Firmenserver stürzen ab, kann das den Geschäftsbetrieb auf lange Zeit lahmlegen. Experten des Risikomodellierers Cyence schätzen, dass die durchschnittlichen Kosten eines zwölfstündigen Cloudausfalls im Schnitt den Firmen aus der Finanz- und Einzelhandelsbranche einen Schaden von 600 Millionen erzeugen.

Betriebsunterbrechungsversicherung – Für den Ernstfall, wenn nichts mehr geht

Schützen können sich Firmen mit einer sogenannten Betriebsunterbrechungsversicherung. Je nach Ausgestaltung des Vertrages kommt eine solche Police für den Schaden auf, wenn aufgrund von Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm und Hagel oder Elementargefahren die Produktion unterbrochen werden muss.

Die Verträge sind jedoch recht komplex und sollten genau auf die Ansprüche des Unternehmens abgestimmt sein, weshalb sich ein Beratungsgespräch empfiehlt. So sind zum Beispiel nicht in jedem Vertrag die Folgekosten für den entgangenen Betriebsgewinn enthalten. Auch Miete und Mitarbeiter-Löhne müssen oft gesondert vereinbart werden. Für kleine Firmen haben sich auf dem Markt Kombi-Lösungen etabliert, die verschiedene Versicherungs-Sparten für Gewerbetreibende miteinander koppeln. Hier sollten Unternehmer sich informieren, ob auch Leistungen für die Betriebsunterbrechung enthalten sind.

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18.01.2018

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