Mehrheit der Grundschulkinder erhält Taschengeld

Die Mehrheit der Eltern gibt ihren Kindern bereits im Grundschulalter ein Taschengeld. Der Schnitt liegt bei 3,50 Euro pro Woche. Das kann helfen, den bewussten Umgang mit Geld und Werten zu schulen.

Ein Versicherer wollte wissen, ob und in welchem Umfang Eltern bereits Grundschulkindern ein Taschengeld zahlen. Also wurde eine Forsa-Umfrage „Taschengeld 2018“ unter 502 Eltern durchgeführt, deren Kinder sechs bis neun Jahre alt waren. Das Ergebnis: Tatsächlich erhalten die meisten Kinder bereits eigenes Geld zum Ausgeben, wenn auch nicht viel.

Sechs von zehn Eltern (61 Prozent) geben demnach ihren Kindern bereits Geld, über das sie frei verfügen können. Ein Fünftel erhält bis zu zwei Euro in der Woche, 17 Prozent der Kinder bekommen zwischen zwei und drei Euro, vier Prozent zwischen drei und vier Euro und 15 Prozent sogar mehr als fünf Euro.

Tatsächlich empfehlen auch viele Finanzexperten, dass Eltern ihren Kindern schon zeitig etwas Geld geben sollen – wenn auch nicht viel. Denn Taschengeld hat auch eine pädagogische Funktion. Die Kinder lernen, mit Geld umzugehen und dessen Wert zu schätzen. Auch schult es die Selbstständigkeit, wenn sie eigenständig Entscheidungen treffen können. Allerdings sollte das ohne zu viel Druck erfolgen. So machen neun Prozent der Eltern das Taschengeld von einer Leistung ihres Sprösslings abhängig – etwa gute Schulnoten und sportlichen Erfolg.

Dabei haben die Eltern auch selbst eine Verantwortung in Sachen Geldanlage. Umfragen zeigen, dass gerade für junge Menschen die Verwandten wichtige Ansprechpartner sind, wenn es um Geld- und Vermögensfragen geht. Das Vertrauen ist mitunter sogar höher als in professionelle Bank- und Anlageberater. Dies sollten Eltern wissen, ohne sich dadurch überfordert zu fühlen.

Mitunter reichen schon einfache Tipps und Prinzipien: etwa, dass man sich über eine Geldanlage aus mehreren Quellen informiert, Risiken streut und nur in Anlagen investiert, deren Funktionieren man auch versteht. Hier können Eltern auch in den Schulen nachhaken, ob und in welchem Umfang das Thema auf dem Stundenplan steht – und anregen, dass mehr Finanzbildung auf den Stundenplan kommt.

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