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Ja: Auch die Lebensversicherer vergeben Baudarlehen. Und weil das Bauen im Niedrigzins immer attraktiver wird und eine Immobilie auch als Altersvorsorge taugt, haben die Versicherer im letzten Jahr so viele Baudarlehen ausgegeben wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Summe der vergebenen Kredite auf 7,6 Milliarden Euro.

Eine „neue Steinzeit“ sei angebrochen – so scherzt der Branchenverband GDV auf seiner Webseite. Grund hierfür ist, dass das Bauen in Deutschland einen selten da gewesenen Boom erlebt. Immer mehr Bürger wollen ihren Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen und nehmen dafür einen Kredit auf.

Das zeigt sich auch an den deutschen Lebensversicherern. Diese erteilten 2015 Finanzierungszusagen in Höhe von rund 8,9 Milliarden Euro, wobei jedoch nur 7,6 Milliarden Euro tatsächlich ausgezahlt wurden. Das geht aus Zahlen des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hervor. Zwar ist der Marktanteil der Lebensversicherer am gesamten Baukreditgeschäft mit 3,6 Prozent recht überschaubar. Aber der Zuwachs gegenüber dem Jahr 2014 beachtlich. Um 18 Prozent konnten die Versicherungsgesellschaften in dieser Sparte zulegen!

Dass überwiegend Privatpersonen von den Krediten profitieren, zeigt ebenfalls die Statistik. Der Großteil der finanzierten Bauprojekte seien Eigenheime und Eigentumswohnungen (90 Prozent). Lediglich ein kleiner Teil entfalle auf den Geschosswohnungsbau. Aktuell bieten 20 Gesellschaften diese Kredite an: auch als Wohn-Riester in der staatlich geförderten Form.

Kein Hausbau ohne Sicherheiten!

Doch auch im Niedrigzins gilt die Regel: kein Hausbau ohne ausreichende Sicherheiten! Dazu gehört ein krisenfester Arbeitsplatz sowie ein finanzielles Polster, falls man -aus welchen Gründen auch immer- mit der Bedienung des Kredites Schwierigkeiten bekommt. Auch die Finanzierungsnebenkosten sollten beim Hausbau bedacht werden: Gelder also für den Notar, die Grundsteuer, Erschließungskosten für ein Grundstück et cetera. Wer diese zusätzlichen Kosten nicht einrechnet, landet schnell in der Schuldenfalle.

Und wer bedient eigentlich den Kredit, wenn mal der Hauptverdiener ausscheidet? Auch auf solche Eventualitäten müssen Häuslebauer vorbereitet sein – so unbequem die Frage auch sein mag. Zusätzliche Sicherheit bietet zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung zur Absicherung des Arbeitskraft-Verlustes. Und falls das Schlimmste eintreten sollte, kann man die Hinterbliebenen mit einer Risikolebensversicherung finanziell absichern. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

22.09.2016

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